Lymphdrainage

Physiotherapie Kleinbasel (4058 Basel)

Manuelle Lymphdrainage | Entstauungstherapie

Lymphdrainage Basel

Was versteht man unter Lymphdrainage?

Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte, schmerzfreie Technik zur Entstauung des Gewebes. „Manuell“ bedeutet, dass sie von einer geschulten Fachperson (PhysiotherapeutIn) mit den Händen – ähnlich einer sanften Massage - durchgeführt wird. Im Gegensatz dazu gibt es auch die mechanische Lymphdrainage, welche häufig im kosmetischen Bereich zum Einsatz kommt.

Die manuellen Grifftechniken sind aus der klassischen Massage heraus entstanden. Bei der Lymphdrainage handelt es sich aber keineswegs um eine Massage, sondern vielmehr um eine Drainage (Entstauung). Anders als die Massage, welche vor allem auf die Muskeln und Faszien („Muskelhülle“ aus Bindegewebe) einwirkt, bearbeitet die Lymphdrainage vor allem die Haut und Unterhaut.

Bei jeder Verletzung - sei es nun durch ein Trauma oder eine Operation - kommt es zu einem akuten Entzündungsprozess. Dabei lagert der Körper am Ort der Verletzung Flüssigkeit im Gewebe (Ödem) ein. Dies ist ganz normal und von grosser Wichtigkeit für den Heilungsprozess. Durch diese Flüssigkeit hindurch kann der Körper die nötigen Stoffe zum Ort der Verletzung transportieren und der Heilungsprozess wird eingeleitet. Nach einigen Tagen verliert die Flüssigkeit an Bedeutung und ist nur noch störend. Daher muss sie weg! Der Abtransport ist die Aufgabe der LymphgefässeDie manuelle Lymphdrainage unterstützt diesen Prozess.
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Was bewirkt eine Lymphdrainage?

Aus verschiedenen Gründen kann es im Gewebe zur Ansammlung und Stauung von Flüssigkeit kommen (Ödeme). Man spricht oft auch davon, dass das Gewebe geschwollen ist bzw. von einer Schwellung. Ziel der manuellen Lymphdrainage ist es das betroffene Gewebe zu „entwässern“ bzw. „trockenzulegen“ (= drainieren). Durch gezielte manuelle, weiche Grifftechniken, wird das Lymphsystem aktiviert und der Abtransport der angestauten Flüssigkeit angeregt. Durch die Reduktion der Flüssigkeit im Gewebe (Schwellung), wird der Heilungsprozess beschleunigt. Die Flüssigkeit aus dem Gewebe wird via Lymphgefässe abtransportiert und gelangt in den Blutkreislauf. Am Ende wird sie über die Niere bzw. den Urin ausgeschieden. Daher geschieht es häufig, dass man nach einer Lymphdrainage-Behandlung direkt auf die Toilette muss.

Wirkung einer Lymphdrainage:

  • entstauend
  • entschlackend
  • entspannend
  • beruhigend
  • schmerzlindernd
  • beweglichkeitsfördernd
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Wer führt die Lymphdrainage durch?

Die Behandlung wird von diplomierten PhysiotherapeutInnen mit einer Zusatzausbildung für manuelle Lymphdrainage durchgeführt. Sie kennen die für Sie geeigneten Techniken, passen den Druck der Behandlung optimal an die Situation an, kennen Indikationen und Kontraindikationen, instruieren Ihnen Übungen für zu Hause und stehen Ihnen beratend zur Seite.
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Ihr Fachmann für Lymphdrainage

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Wie läuft eine Lymphdrainage-Behandlung ab?

  1. Am Anfang jeder Behandlung steht ein kurzes Gespräch zwischen PhysiotherapeutIn und Ihnen, die so genannte Anamnese. Dabei erfährt der Physiotherapeut bzw. die Physiotherapeutin alle für die anschliessende Lymphdrainage-Behandlung relevanten Informationen. Bitte bringen Sie die ärztliche Verordnung sowie Operationsberichte, Übergabeberichte, Röntgen, Ultraschall- oder MRT-Berichte mit. Aus diesen Unterlagen erfahren wir zusätzliche, wichtige Informationen.
  2. Nach der Anamnese erfolgt eine kurze körperliche Untersuchung. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse wird ein individuell angepasstes Behandlungskonzept erstellt.
  3. Anschliessend werden Sie bequem gelagert. Je nach Körperregion, die behandelt wird erfolgt dies in Bauch-, Rücken- oder Seitenlage. Sie liegen auf einer gepolsterten, modernen und multifunktionalen Behandlungsliege, welche genau an Ihre Bedürfnisse angepasst werden kann. In bestimmten Situationen kann auch aus einer sitzenden Position behandelt werden.
  4. Nun beginnt die manuelle Lymphdrainage. Behandelt wird in direktem Hautkontaktohne Verwendung von Öl oder Massagecrème. Mit speziellen Griffen wird die Lymphflüssigkeit in den Lymphgefässen in Richtung Körpermitte geschoben (= drainiert). Sie erfolgen sanft und rhythmisch und dürfen keine Schmerzen verursachen, da sich sonst die Lymphgefässe reaktiv verschliessen. Die Grifftechniken kommen klein- oder grossflächig, kreisend oder pumpend, oberflächlich oder tiefgehend zum Einsatz.


Behandelt werden nicht nur die direkt betroffenen, geschwollenen Körperregionen. Es ist wichtig, dass das ganze Lymphsystem angeregt wird, um so einen optimalen Ablauf der Flüssigkeit zu gewähren. Das Lymphsystem hat viele Knotenstellen – die so genannten Lymphknoten. Sind diese „verstopft“ können sie den Rückfluss der Lymphflüssigkeit zur Körpermitte hin unterbrechen. Daher ist es sinnvoll, dass zuerst diese Knotenstellen mit manuellen Techniken geöffnet werden und erst anschliessend mit der Behandlung des geschwollenen Gewebes begonnen wird.

Bandagieren
Nach der manuellen Lymphdrainage macht es oft Sinn die behandelten Beine oder Arme mit elastischen Kompressions-Bandagen zu bandagieren. Dies unterstützt den entstauenden Effekt der durch die manuelle Behandlung erzielt wurde und lässt diesen länger anhalten. Eine Bandagierung ist jedoch nicht immer nötig bzw. indiziert. 
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Wann ist eine Lymphdrainage nötig?

Die Indikationen für eine Lymphdrainage sind vielseitig. In diesen Fällen macht eine Behandlung mit Lymphdrainage Sinn:
  • Lymphödeme
  • Venenprobleme
  • Lipödem
  • Wassereinlagerungen
  • Stauungen
  • Geschwollene Beine/Arme in der Schwangerschaft
  • Ödeme bei rheumatischen Erkrankungen
  • Chronisch venöse Insuffizienz
  • Tinnitus
  • Gelenkserkrankungen (Morbus Sudeck)
  • Chronische Probleme bzw. Entzündungen
  • Neurovegetative Beschwerden
  • Migräne
  • Schmerzen im Gesicht (z.B. Trigeminusneuralgie)
  • Schleudertrauma (Beschleunigungstrauma)


Schwellungen nach Operationen:

  • Operationen bei Brustkrebs
  • Nach Entfernung von Lymphknoten (Krebs)
  • Nach Bestrahlung
  • Nach zahnärztlichen Eingriffen
  • Knie- und Hüftprothese
  • Meniscus-Operation
  • Kreuzbandoperation


Schwellungen nach Trauma:  

  • Verstauchungen
  • Zerrungen
  • Blutergüsse
  • Knochenbrüche
  • Verbrennungen
  • Sprunggelenktrauma
  • Verrenkungen
  • Zerrungen
  • Verstauchungen
  • Muskelfaserrisse
  • Verletzung der Bänder (Fuss, Knie etc.)
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Kontraindikationen für Lymphdrainage

Die angestaute Flüssigkeit im Gewebe wird durch die Lymphdrainage abtransportiert und gelangt in den Blutkreislauf. Am Ende wird sie über den Urin ausgeschieden. Es kann so zu einer zusätzlichen Belastung für das Herz-Kreislaufsystem kommen. Daher ist eine ärztliche Abklärung vor der Behandlung sinnvoll.

Es gibt zudem klare Kontraindikationen. In diesen Fällen darf keine Lymphdrainage durchgeführt werden:

  • Akute Entzündungen
  • Akute Infektionen
  • Krebserkrankungen
  • Akute Thrombosen
  • Dekompensierte Herzinsuffizienz
  • Unklarer Tumorstatus
  • Bei Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Asthma bronchiale

 
Bei diesen Diagnosen darf eine manuelle Lymphdrainage nur nach ausdrücklicher Absprache mit dem Arzt erfolgen:

  • Venenthrombose
  • Offene Wunden
  • Akute Ekzeme
  • Herzinsuffizienz
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Wie fühlt sich eine Lymphdrainage an?

Die Behandlung ist sanft, angenehm und schmerzfrei.
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Welche Nebenwirkungen hat eine Lymphdrainage?

Unter Berücksichtigung der Kontraindikationen kommt es nur äusserst selten zu Nebenwirkungen nach einer Lymphdrainage. Die Griffe werden immer sanft und behutsam ausgeführt, sodass für Sie kein Risiko besteht.
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Wer übernimmt die Kosten für Lymphdrainage?

Mit einer ärztlichen Verordnung für Physiotherapie übernimmt die Krankenkasse (Grundversicherung) bzw. die Unfallversicherung die Behandlungskosten für Lymphdrainage.